Stulle mit Margarine und Zucker (Klartext)

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42680642
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Das Ruhrgebiet ist Heimat für viele, die hier leben, die von nah und fern hergekommen oder seit Generationen hier ansässig sind. Orte und Ereignisse sind mit persönlichen Erinnerungen und Traditionen verbunden. In diesem Buch erzählen die Menschen des Ruhrgebiets über ihre Heimat. Aufgeschrieben für Kinder und Kindeskinder und nach einem Aufruf der WAZ eingesandt an den Geschichtswettbewerb des Forum Geschichtskultur berichten die Texte von Kindheit und Jugend im Revier, von Alltag und Arbeit, von Spaß und Spiel, aber auch von Sorgen und Nöten. Es sind Erinnerungen an Bombenkrieg und Zerstörung, an den Wiederaufbau nach dem Krieg sowie an die Jahre zwischen Wirtschaftswunder und Strukturwandel. Die Heimat Ruhrgebiet ist in diesen Geschichten nicht an Blut und Boden gebunden, sie entsteht beim Erzählen von Situationen, wie sie nur hier zwischen Rhein, Ruhr und Lippe so passiert sein können. Der Alltag war bis in die 1950er Jahre für fast alle Autorinnen und Autoren durch beengte räumliche Verhältnisse und ein übersichtliches Ernährungssortiment geprägt. Neben dem Brot war die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel. Die Wohnungen waren klein, die Toilette befand sich meist außerhalb der Wohnung und fließendes Warmwasser galt als Traum. Nicht nur in den Bergarbeitersiedlungen unterstützte man sich gegenseitig. Kinder und Jugendliche mussten bis weit in die Nachkriegszeit hinein viel mitzuarbeiten: Kohleschippen, Spülen, Besorgungen erledigen, Tiere füttern. Sie und ihre Arbeitskraft waren wichtig für das Familieneinkommen und -auskommen. Dort, wo die Familienväter oder ältere Brüder im Krieg umgekommen oder verletzt zurückgekommen waren, galten sie zum Zeitpunkt ihres Ausbildungsbeginns mit 14 Jahren bereits als Familienernährer. Die Beiträge aus den 1970er Jahre zeigen einen Wandel: Das Lehrlingsgeld musste nicht mehr Zuhause abgegeben werden und mit dem Bau der ersten Universitäten wurden Ausbildungsalternativen möglich. Deutlich wird zudem: Frauen waren im Ruhrgebiet zwar auch Büroangestellte, Tankwärtin oder Kauffrau, für viele Jahrzehnte jedoch vor allem schwerstarbeitende Hausfrauen.